HAUTTYPEN: Die verschiedenen Hauttypen und Hautzustände im Überblick
Die Haut wird in unterschiedliche Typen eingeteilt – jeder mit spezifischen Eigenschaften und Pflegeansprüchen. Der Hauttyp wird durch genetische Faktoren bestimmt. Jedoch variiert der individuelle Hautzustand, je nachdem, welche inneren und äußeren Einflüsse auf die Haut einwirken.
Welche Hauttypen gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man vier Haupt-Hauttypen: normale, trockene, fettige und Mischhaut. Ergänzend dazu gibt es empfindliche und reife Haut – diese gelten jedoch eher als temporäre Hautzustände statt als eigenständige Hauttypen. Welcher Hauttyp vorliegt, hängt von den Genen ab. Der Zustand der Haut kann sich aber ändern. Er wird beeinflusst durch innere und äußere Faktoren – sogenannte intrinsische (z.B. Genetik oder hormonelle Veränderungen) und extrinsische (z.B. UV-Strahlung, (oxidativer) Stress oder unausgewogene Ernährung) Faktoren.
NORMALE HAUT
Eine normale Haut ist weder zu trocken noch feuchtigkeitsarm.
Sie ist gut durchblutet, hat eine zarte und geschmeidige Oberfläche und wirkt frisch und rosig. Der Begriff „normal“ beschreibt ein ausgeglichenes Hautbild.
FETTIGE HAUT
Die fettige Haut wirkt eher dick, grobporig und glänzt.
Im Fachbereich wird dieser Hauttyp Seborrhö genannt. Häufig ist eine verstärkte Talgproduktion der Grund. Diese kann durch genetische Faktoren, Hormonveränderungen, Medikamente oder Stress verursacht werden.
MISCHHAUT
Der Begriff „Mischhaut“ beschreibt einen Hauttyp mit gemischten Merkmalen.
Die sogenannte „fettige T-Zone“ umfasst Stirn, Nase und Kinn. Die Wangen dagegen sind meist trocken. Die Größe der T-Zone kann unterschiedlich sein. Sie reicht von einem schmalen Streifen bis zu einem größeren Bereich.
TROCKENE HAUT
Trockene Haut wird im Fachbereich Sebostase genannt.
Sie ist meist feinporig, zart und trockener. Sie produziert weniger Talg und damit weniger Lipide, die vor Wasserverlust schützen.
EMPFINDLICHE HAUT
Empfindliche oder sensible Haut neigt oft zu Trockenheit und Rötungen.
Sie hat feine Poren und reagiert schneller als normale Haut auf äußere Einflüsse.
Dabei können Juckreiz, Hautausschlag oder Entzündungen auftreten.
REIFE HAUT
Die Haut verändert sich im Laufe des Lebens.
Je nach Veranlagung, Lebensweise und äußeren Einflüssen entwickelt sich der reife Hauttyp früher oder später. Sie wird anspruchsvoller, braucht mehr Schutz und eine angepasste Pflege. Sie zeigt erste Linien und Falten.
Hauttypen bestimmen – wie erkenne ich meinen Hauttyp?
Um deinen Hauttyp zu bestimmen, reinige dein Gesicht gründlich und verzichte eine Stunde lang auf Pflegeprodukte. Beobachte dann: Spannt oder schuppt die Haut, ist sie wahrscheinlich trocken; glänzt sie stark und zeigt große Poren, ist sie fettig; glänzt nur die T-Zone bei trockenen Wangen, handelt es sich um Mischhaut. Reagiert sie empfindlich auf Reize, ist sie sensibel. Ein einfacher Test mit Blotting-Paper kann zusätzlich helfen. Damit kannst du den Ölanteil messen: viel Öl = fettige Haut, kaum Öl = trocken, nur Öl in T‑Zone = Mischhaut.
Wichtig: Dein Hauttyp kann sich mit Alter, Hormonen oder Jahreszeit verändern. Für eine präzise Diagnose lohnt sich ggf. eine professionelle Hautanalyse – etwa beim Dermatologen
Hauttypen und hormonelle Veränderungen – was passiert mit meiner Haut?
Der Hauttyp kann sich im Laufe des Lebens verändern. War die Haut im jugendlichen Alter fettig, kann sie nach der Pubertät, einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren trockener werden.
Abnehmende Hormonaktivität im Alter durch Wechseljahre oder Menopause
Ab dem 25. Lebensjahr sinkt die Östrogenproduktion kontinuierlich. Nach der Menopause verringert sich die Produktion von Kollagen und Hyaluron in den Hautzellen (Fibroblasten) der Dermis deutlich. Studien haben gezeigt, dass sich der Kollagengehalt in der Haut fünf Jahre nach der Menopause um 30 Prozent reduziert hat. Ohne Kollagen und Hyaluron kann die Haut ihr robustes Stützgerüst nicht mehr gut aufrechterhalten.
Hauttypen und UV-Empfindlichkeit – Fitzpatrick-Klassifikation erklärt
Die UV-Empfindlichkeit der Haut wiederum wird durch die Fitzpatrick-Klassifikation (benannt nach dem amerikanischen Dermatologen Thomas Fitzpatrick) in sechs Hauttypen eingeteilt – je nach Reaktion auf Sonnenlicht und thematisiert damit weniger den Hautzustand bzw. die kosmetische Hautbeschaffenheit.
Typ I hat sehr helle Haut, bräunt nie und bekommt schnell Sonnenbrand. Typ II bräunt kaum und neigt ebenfalls stark zu Sonnenbrand. Mit zunehmender Typenzahl steigt die Bräunungsfähigkeit und sinkt die Empfindlichkeit. Typ VI hat sehr dunkle Haut, bräunt tief und bekommt kaum Sonnenbrand. Die Einteilung hilft, den richtigen UV-Schutz zu wählen.
| Hauttyp | Natürliche Hautfarbe | Haarfarbe | Bräunung | Eigenschutzzeit |
|---|---|---|---|---|
| Typ 1 | Sehr hell | Rötlich bis rötlich-blond | Keine | max. 15 Min. |
| Typ 2 | Hell | Kaum bis mäßig | Kaum bis mäßig | max. 20 Min. |
| Typ 3 | Hell bis hellbraun | Dunkelblond bis braun | Fortschreitend | max. 30 Min. |
| Typ 4 | Hellbraun, olivfarben | Dunkelbraun | Fortschreitend | max. 40 Min. |
| Typ 5 | Dunkelbraun | Dunkelbraun bis schwarz | Keine | max. 60 Min. |
| Typ 6 | Dunkelbraun bis schwarz | Schwarz | Keine | max. 90 Min. |
Auch bei dunkleren Fitzpatrick-Hauttypen ist Hautpflege essenziell, da die Hautbarriere geschützt werden muss. Trotz höherem UV-Eigenschutz sind tiefere Hauttypen nicht immun gegen Umwelteinflüsse, lichtbedingte Hautschäden oder eine Schädigung des Kollagengerüsts, was langfristig zu vorzeitiger Hautalterung führt.