ENTWICKLUNG DER HAUT: ARTEN UND URSACHEN VON GESICHTSFALTEN
Welche Hautfalten gibt es und was sind deren Ursachen? Hier erfahren Sie mehr über typische Gesichtsfalten und das wichtige Strukturprotein der Haut.
Wie in der Abbildung zu sehen, verlaufen über der Augenbraue die Stirnquerfalten. Unter dem Auge entstehen die sogenannten Krähenfüße, die beim Lächeln oder Zusammenkneifen der Augen sichtbar werden. Seitlich am Mund zeigen sich die Nasolabialfalte und zusätzlich am Kinn die Kinnquerfalten. Diese Linien entstehen durch Mimik und natürliche Veränderungen der Haut mit zunehmendem Alter. Dabei handelt es sich nur um einen Teil der Gesichtsfalten, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und Alterung der Haut verstärkt auftreten.
Hautentwicklung: Welche Arten von Gesichtsfalten gibt es?
Unsere Haut verändert sich im Laufe der Jahre – und mit ihr auch ihre Struktur, Spannkraft und Strahlkraft. Ein natürlicher Teil dieser Hautentwicklung ist die Entstehung von Gesichtsfalten. Ob Stirnfalten, Krähenfüße oder Nasolabialfalten – jede Faltenart hat ihre eigenen Ursachen und Merkmale. In diesem Überblick zeigen wir, welche Falten im Gesicht typischerweise auftreten, wie sie mit dem Alterungsprozess zusammenhängen und was sie über die Hautentwicklung verraten. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Rückgang der Fibroblasten-Aktivität: Diese Zellen produzieren unter anderem Kollagen, das für die Festigkeit der Haut verantwortlich ist. Nimmt ihre Leistung ab, wird weniger Kollagen und Hyaluronsäure produziert, wodurch die Haut an Stabilität und Spannkraft verliert.
STIRNQUERFALTEN
Auch bekannt als: Sorgenfalten
Stirnquerfalten zählen zu den dynamischen Falten, die durch wiederholte Muskelbewegungen – etwa bei Sorgen oder Zorn – entstehen. Eine Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox) kann diese Falten glätten, birgt jedoch das Risiko eines starren Gesichtsausdrucks bzw. Verlust der Mimik. Zudem verstärkt trockene Haut den sichtbaren Effekt der Stirnfalten.
KRÄHENFÜSSE
Auch bekannt als: periorbitale Falten
Krähenfüße sind feine Falten rund um die Augen, die ähnlich wie bei den Stirnquerfalten oft durch wiederholte Bewegungen der Gesichtsmuskulatur wie Lachen, Blinzeln oder eine Überanstrengung der Augen entstehen. Ihre strahlenförmige Form erinnert an Vogelfüße. Mit der Zeit vertiefen sie sich dauerhaft – besonders bei trockener, spannkraftarmer Haut.
NASOLABIALFALTEN
Auch bekannt als: Nasenlippenfurchen
Nasolabialfalten verlaufen zwischen den Nasenflügeln und den Mundwinkeln. Sie können das Gesicht älter und müder wirken lassen. Ihre Entstehung ist meist auf natürliche Alterungsprozesse und eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Wie bei vielen Falten gilt auch hier: Wenn die Haut trocken ist, wird die Falte sichtbarer und wirkt tiefer.
KINNQUERFALTEN
Auch bekannt als: Erdbeerkinn
Kinnquerfalten verlaufen quer über das Kinn und sorgen so für einen unebenen Eindruck. Diese Falten entstehen durch die mimische Kontraktion der Gesichtsmuskeln. Die Muskeln ziehen sich bei bestimmten Gesichtsausdrücken immer wieder zusammenziehen und bilden dadurch Falten.
ZORNESFALTEN
Auch bekannt als: Konzentrationsfalte, Glabellafalte, Denkerfalte und Grimmfalte
Die Zornesfalte ist eine mimische Falte, die durch die wiederholte Anspannung der Gesichtsmuskeln oberhalb der Nasenwurzel entsteht. Diese Falten können vertikal, schräg oder horizontal verlaufen. Sie erwecken den Eindruck negativer Emotionen und lassen das Gesicht älter wirken. Die Zornesfalte ist kein Krankheitszeichen. Sie wird meist aus kosmetischen Gründen behandelt.
HÄSCHENFALTEN
Auch bekannt als: Hexenfalten
Häschenfalten befinden sich auf dem seitlichen Nasenrücken. Sie entstehen durch das Rümpfen der Nase oder beim Lachen und gehören zu den mimischen Falten, die durch wiederholte Muskelkontraktionen entstehen. Mit zunehmendem Alter und abnehmender Spannkraft können sich diese Falten dauerhaft eingraben.
OBERLIPPENFALTEN
Auch bekannt als: Plisseefältchen oder periorale Falten
Oberlippenfalten sind meist senkrecht verlaufende Linien auf der Oberlippe. Sie entstehen durch den natürlichen Alterungsprozess und durch langjähriges Rauchen. Häufig ist ein zu trockener Hautzustand die Grundlage dafür, dass diese Falten sichtbar werden.
HALSFALTEN
Beispiele für Halsfalten: Truthahnhals, Platysmabänder und Halsquerfalten
Falten im Halsbereich entstehen durch den natürlichen Alterungsprozess. Dabei wird die Haut dünner und das Fettgewebe unter der Haut nimmt ab. Auch Muskelbewegungen tragen dazu bei. Senkrecht verlaufende Falten nennt man Truthahnhals. Oft treten senkrechte Falten an den Seiten zusammen mit quer verlaufenden Falten auf.
Hautentwicklung: Wie kann man falten am besten vorbeugen?
Falten sind eine natürliche Begleiterscheinung des Älterwerdens – doch es gibt viele Möglichkeiten, ihrer Entstehung vorzubeugen und die Haut lange straff zu halten. Entscheidend ist ein ganzheitlicher Lebensstil, der sowohl äußere als auch innere Faktoren berücksichtigt.
Effektive Maßnahmen zur Faltenvorbeugung:
- Täglicher UV-Schutz: Sonnenstrahlung ist eine der Hauptursachen für vorzeitige Hautalterung. Eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor schützt vor UV-bedingtem Kollagenabbau.
- Ausreichend Schlaf: Regeneration und Zellneubildung finden vor allem nachts statt. Zu wenig Schlaf lässt die Haut schneller altern.
- Verzicht auf Nikotin: Rauchen verschlechtert die Durchblutung und zerstört wichtige Bausteine der Haut, darunter Kollagen und Elastin.
- Nährstoffreiche Ernährung: Eine ausgewogene Kost mit Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und gesunden Fetten unterstützt die Haut von innen.
- Zufuhr hautrelevanter Nährstoffe: Die regelmäßige Einnahme von bioaktiven Kollagen-Peptiden in Kombination mit Vitamin C kann die Kollagenbildung fördern und so die Hautstruktur langfristig stärken.