Hautaufbau: Funktionen und Struktur der hautschichten erklärt

Die Haut besteht aus drei fest miteinander verbundenen Schichten. Sie bildet eine natürliche Schutzbarriere gegen schädliche Umwelteinflüsse und Krankheitserreger. Außerdem ist sie wichtig für die Sinneswahrnehmung – etwa bei Temperatur, Berührung oder Schmerz. Und nicht zuletzt prägt die Haut unser äußeres Erscheinungsbild. Wahre Schönheit und eine natürliche Ausstrahlung sind deshalb immer auch eine Frage gesunder Haut.

Die folgende Abbildung zeigt einen Querschnitt der Haut mit ihren wichtigsten Schichten:
Oben liegt die Epidermis (Oberhaut), darunter befindet sich die Basallamina als Trennschicht zur tiefer liegenden Dermis (Lederhaut).

Abbildung mit Struktur einer Haut Abbildung mit Struktur einer Haut
SCHÖNE HAUT VON INNEN

Hautaufbau und die zentrale Rolle der Dermis

Die Dermis bildet das strukturgebende Gerüst der Haut. Sie besteht größtenteils aus einem dichten Netzwerk aus Kollagenfasern, die für Festigkeit und Spannkraft verantwortlich sind. Zwischen den Kollagen- und Elastinfasern liegen Fibroblasten – spezialisierte Zellen, die Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure produzieren. Hyaluronsäure wirkt dabei wie ein Feuchtigkeitsspeicher, indem sie Wasser in der extrazellulären Matrix bindet und so das Volumen und die Geschmeidigkeit der Haut unterstützt.

  • Epidermis

    Die Oberhaut ist die äußerste Schicht.

    Sie wird ihrerseits aus mehreren ineinandergreifenden Schichten gebildet, die sich regelmäßig erneuern. Im Durchschnitt dauert dieser Prozess etwa 28 Tage, bei älteren Menschen etwas länger.

  • Dermis

    Die mittlere Schicht ist die Lederhaut.

    Dieses Bindegewebe bestimmt die Reißfestigkeit der Haut, hier entstehen auch die ungeliebten Falten. Die Lederhaut besteht aus einem faserigen Netzwerk, das hauptsächlich Kollagen enthält. Neben ihrer stützenden Funktion ist sie für die Thermoregulation, Vernarbungsprozesse sowie für den Abbau von Abfallprodukten verantwortlich.

  • Subkutis

    Die unterste Schicht ist die stark dehnbare Unterhaut.

    Sie besteht überwiegend aus lockerem Bindegewebe besteht und ist an den darunterliegenden Knochen und Muskeln befestigt. In der Unterhaut sind die Haarwurzeln verankert. Darüber hinaus befinden sich hier Schweißdrüsen, Talgdrüsen, Duftdrüsen, Nerven sowie größere Lymph- und Blutgefäße. Über die Unterhaut wird das gesamte Gewebe mit Blutgefäßen und Nährstoffen versorgt.

  • Basallamina

    Zwischen der Ober- und Lederhaut befindet sich eine natürliche Schutzbarriere.

    Cremes und Seren, die von außen auf die Haut aufgetragen werden, können diese Schicht nicht überwinden. Daher gelangen die Inhaltsstoffe nicht zu den tieferen Hautschichten. Um der Ursache der Hautalterung entgegenzuwirken, müssen die für die Haut wichtigen Nährstoffe von innen aufgenommen werden. Dieser Paradigmenwechsel ist der Schlüssel zur nachhaltigen Hautpflege.